WWW-Tipp der Woche 2/2001

Gärten der Rubenszeit
Gartenlust und Blütenpracht
Unten und Oben
Artur E. Imhof
Maria Sybilla Merian
Peter Joseph Lenné
Hermann Pückler-Muskau
Ludwig von Sckell
Maximilian Friedrich Weyhe
weitere Links

In den vergangenen Wochen habe ich mehrere Ausstellungen besucht, die mit Blumen und Gärten zu tun hatten, obwohl ich weder Garten noch Balkon noch Zimmerpflanzen besitze. Zuerst

Gärten der Rubenszeit

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Die Ausstellung im

Gustav-Lübcke-Museum
Neue Bahnhofstraße 9
59065 Hamm
Di-So 10-18 Uhr, Mi sogar bis 20 Uhr
Eintritt 12,00 DM, Katalog 65,00 DM (was ich arg teuer finde).

heißt mit vollem Titel "Gärten und Höfe der Rubenszeit im Spiegel der Malerfamilie BRUEGHEL und der Künstler um PETER PAUL RUBENS. Die Ausstellung besitzt eine eigene Domäne und wird im WWW hoffentlich auch nach ihrer Schließung noch virtuell zu besichtigen sein. Das ist aber nur ein schwacher Ersatz.

Für den Verbleib im Netz spricht, daß auf dieser Domäne manche Informationen noch fehlen, aber ergänzt werden sollen:

Themen der Ausstellung

  • Ideengeschichte Ehemals existente Gärten
    Die Phantasie der Maler und die Arbeit der Archäologen
  • Grotten - Künstliche Natur
    Stätten heiterer Lustbarkeit und frommer Einkehr
  • Arbeit im Garten Müßiggang
    Schöne Geräte für gärtnerische Feinstarbeit
  • Der formale Garten Frühlingsgefühle
    Harmonische Proportionen und klassische Ordnungen
  • "Frühling" "Sommer" Reiche Ernte
    Sonnenblumen, Orangen und anderes kostbares Gewächs
  • Rubens` Garten "Venus Lusthoff"
    Gärten als Stätten amouröser Lustbarkeiten
  • Fontainen Manneken Pis
    Die vielen Brüder des berühmten kleinen Brüsselers
  • Tapisserien - in Vorbereitung
  • Lustbarkeiten im Garten - in Vorbereitung
  • Kastelle - in Vorbereitung
  • Gärten im Interieur - in Vorbereitung
  • Rom als Vorbild - in Vorbereitung
  • Skulpturen Repräsentation im Garten - in Vorbereitung

Wenn ich doch noch nicht ganz glaube, daß die Internetpräsentation länger gezeigt wird als die Ausstellung, dann deshalb, weil sie etwas vernachläßigt wirkt. So wird immer noch behauptet, die Ausstellung schließe am 14. Januar. Sie ist aber um zwei Wochen verlängert worden!

Das Museum behauptet, es sei "eine ganz besondere Ausstellung zu einem Thema, das in dieser Form noch nie untersucht und vorgestellt wurde. In einer aufwendigen Inszenierung bringt Ihnen das Museum die hochentwickelte flämische Gartenkunst und -kultur des 16. und 17. Jahrhunderts nahe - und zwar anhand zahlreicher zeitgenössischer Quellen wie Gemälden, Zeichnungen, botanischen Schriften, Skulpturen, Gartenwerkzeugen u.v.m."

Mein hier gelegentlich erwähnter Freund CHRISTOPH rühmte (und ich schließe mich an), daß die Ausstellung viele Sinne anspricht. Sie sei seine Lieblingsausstellung 2000. Meine Lieblingsausstellung war das AEG-Archiv (vgl Surftipp 19/2000). Sie zeigt nicht nur Gemälde und Zeichnungen, sondern auch eine nachgebaute Grotte, alte Gartengeräte, das Modell eines Parks (für einen blinden Auftraggeber) und Musikinstrumente mit Gartendarstellungen. Außerdem kann man Düfte riechen. Das ist recht fesselnd und birgt noch jetzt für mich die Gefahr, daß ich zu allen Themen noch Links suche, was ich gerne machen würde, wofür ich aber jetzt keine Zeit habe. Aber ich werde auch zeigen, daß eben gerade jetzt diese Ausstellung nicht mehr so einmalig ist, weil nun viele Museen auf das Thema Garten eingehen.

Die Ausstellung ist für RollstuhlfahrerInnen geeignet und seit dem 15. Oktober 2000 und noch bis zum 28. Januar geöffnet.

Ich habe mir überlegt, welche Abbildung ich als Beispiel zitieren will, denn die Auswahl fällt schwer. Ich zeige diese von Gartengeräten, über die es heißt:

    Ein Beispiel für das ausgefeilte Instrumentarium, das den Gärtnern zur Verfügung stand, zeigt eine Illustration aus dem Buch von FRANS STERRBEEK "Citricultura": abgebildet sind Spezialgeräte, die man brauchte, um einen krummen Stamm gefügig und gerade zu machen - ohne ihn dabei zu quetschen.


http://www.gaerten-der-rubenszeit.de/themen/bilder/b_03_03.jpg

Als Blumenmaler besonders bekannt war JAN BRUEGHEL. Das kunsthistorische Museum in Wien hat eine hervorragende Homepage mit vielen Abbildungen und ausführlichen Erläuterungen. Auch zu diesem Künstler habe ich dort etwas gefunden:

    JAN BRUEGHEL erntete schon zu Lebzeiten seinen größten Ruhm für seine nahsichtig und brillant gemalten Blumenstilleben, die als kostbare Raritäten nördlich und südlich der Alpen begehrte Sammlerstücke waren. Einem Mikrokosmos gleich, brachten sie die Schönheit und Vielfalt der Schöpfung, sich spiegelnd in den kleinen und kleinsten Dingen, in die Abgeschiedenheit der Kunstkammer. Wildwachsende und Gartenpflanzen, heimische und exotische, Frühlings- und Sommergewächse, "so viele seltene und mannigfache, wie sie noch niemand mit soviel Fleiß gemalt hat", in Farben, deren Leuchtkraft nach JANs eigenen Worten "fast die Natur erreicht", steckt er zu riesigen, raffiniert komponierten Sträußen zusammen, in deren paradiesischer Fülle künstlerisches Ingenium und das Wunder der Natur sich glücklich verbinden.

Weitere Links dazu


http://www.khm.at/khm/data/page168/image1.x300.jpg
Zusammen mit PETER PAUL RUBENS malte JAN BRUEGHEL den Garten Eden mit dem Sündenfall. Das Mauritshuis zeigt das Gemälde auch im Internet.
http://www.mauritshuis.nl/english/collectie/historiestukken/art/brueghel_rubens.jpg

Gartenlust und Blütenpracht

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Am 9.Januar besuchte ich zwei Ausstellungen des Ruhrlandmuseums in Essen. Zunächst im

Mineralien-Museum
Kupferdreher Straße 141-143
45257 Essen
(Di-So 10-18 Uhr, Eintritt frei)

Gartenlust und Blütenpracht. Pflanzendarstellungen aus fünf Jahrhunderten. Davon hatte ich durch eine Karte erfahren, die ich in einem anderen Museum mitgenommen hatte, möglicherweise in Hamm. Auf der hieß es:

So ein Geschwafel könnte auch in den Aachener Nachrichten stehen. Da aber auch Fakten versprochen wurden (Original-Grafiken aus fünf Jahrhunderten, botanische Bücher, Informationen über die Einfuhr von Pflanzen durch RömerInnen, KreuzfahrerInnen und WissenschaftlerInnen, wollte ich doch die Ausstellung besuchen, obwohl ich bereits am 30.Mai 1993 bei dem Versuch gescheitert war, denn damals hatte das Mineralienmuseum innerhalb der angegebenen Öffnungszeit geschlossen.

Diesmal wurde ich angenehm überrascht. Nicht nur, weil das Museum geöffnet hatte; man konnte auch mit Parkscheibe kostenlos parken und vor allem überzeugte die Ausstellung mit Detailinformationen (ohne Geschwafel), wie man sie sonst nur selten an Exponaten findet. Schließlich gab es auch noch die Dauerausstellung mit Mineralien und Fossilien, die mir auch gut gefallen hat. Für RollstuhlfahrerInnen scheint das Museum aber nicht geeignet zu sein.

Ein Beispiel für die Detailinformationen: Über PIERRE JOSEPH BUCHOZ wurde berichtet:

    PIERRE JOSEPH BUCHOZ: Collection colorée de plus belles variété de jacinthes... Paris 1781

    BUCHOZ (1731-1807) gab 95 Foliobände ohne Text heraus. Die Tafeln sind meist Kopien aus Werken anderer Autoren, hatten aber einen besonderen künstlerischen Charakter. Um sich für BUCHOZ's ungenierte Kopistentätigkeit zu rächen, führte der Botaniker L'HERETIER die Pflanzengattung Buchozio ein, die nur das übelriechende Gewächs Lycium foetidum enthielt. Die Namensgebung hat sich aber nicht durchgesetzt.

Bei All About Art fand ich vier Zeichnungen von BUCHOZ, leider ohne Angaben über das Motiv (Ich verlasse mich auf die Angaben von MARIA MAIL-BRANDT):

Außerdem


http://images.allaboutart.com/images/BM/medium/B837.jpg
Der von der Ausstellung abgedeckte Zeitraum erlaubt auch das Anknüpfen an Eindrücke aus "Gärten der Rubenszeit". Das prachtvollste Pflanzenwerk der Barockzeit, BASILIUS BESLERs Hortus Eystetensis, sive diligens et accurata omnium plentarum, florum, stirpium... delineation et ad vivum representatio..., Eichstätt und Nürnberg 1613, war ebenfalls in Essen zu sehen.

Bei Art Expression könnt ihr über 20 Bilder BESLERs ansehen und noch mehr kaufen (erschwinglicher als MIES VAN DER ROHEs Barcelona-Stühle, über die ich kürzlich lästerte). Rechts seht ihr "Blumen und Gemüse I" bzw "Flowers & Vegetables I".

weitere Links:

Leider wirbt das Ruhrlandmuseum nicht auf seiner Homepage für diese sehenswerte Ausstellung. Sie ist noch bis zum 28.Januar geöffnet.


http://www.artexpression.com/images/arcbe5.jpg

Unten und Oben

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genauer "Unten und Oben. Die Entdeckung der Naturkultur des Ruhrgebiets" hieß die zweite Ausstellung des Ruhrlandmuseums, diese aber im Hauptgebäude

Goethestraße 41
45128 Essen
Di-So 10-18 Uhr, Fr. sogar bis 24 Uhr
Eintritt 8,- DM (die Eintrittskarten zeigen sechs verschiedene Motive)
Katalog 29,80 DM

Die Ausstellung ist noch bis zum 18.März geöffnet. Solange wird es wohl auch noch Hinweise auf der Homepage des Ruhrlandmuseums geben. Gezeigt wird nicht nur Natur, sondern Umwelt. Mit dem Titel "...Naturkultur..." kann ich nicht viel anfangen. Auch diese Ausstellung spricht mehrere Sinne an. Es gibt Geräusche von verschiedenen Standorten im Ruhrgebiet, man kann an Arbeitskleidungen riechen, dreidimensionale Naturfotos betrachten, Landkarten studieren (z.B. mehrere übereinander schieben, um die Verstädterung zu verfolgen), Modelle betrachten und vieles mehr. Auch ein Teil der Dauerausstellung wurde integriert. Das Museum vermeidet, das Ruhrgebiet idyllisch darzustellen, obwohl es eine reizvolle Gegend ist, die bei entsprechender Beleuchtung hübsche Fotomotive bieten kann. Breiten Raum nehmen die Katastrofen und Gefahren ein, die die EinwohnerInnen bedrohten und noch bedrohen: Bergschäden, verseuchte Böden, Bergwerksunglücke, Staublungen usw. Das alles paßt m.E. viel besser zusammen als etwa bei der Ausstellung "Sonne, Mond und Sterne", die ich in Surftipp 31/1999 vorstellte. Deshalb bin ich auch recht lange im Museum geblieben. Das brachte mir ein "Knöllchen" ein.

Als ich ankam und einen Parkschein holte, meinte ein vorbekommender Anwohner, das sei nicht nötig, "die sind schon vorbei". Ich habe aber doch mit meinem Begleiter meine wenigen Münzen zusammengekratzt, um einen Parkschein zu lösen, aber leider reichte der nur bis 16:09. Als wir gegen 17:09 zurückkamen, war die Straße erneut kontrolliert worden, und zwar nach 16:09! Inzwischen habe ich 20 DM bezahlt. Ich erbitte deshalb Spenden unter dem Verwendungszweck "Ruhrlandmuseum" auf mein Spendenkonto 454545-501 bei der Postbank Köln, BLZ 37010050. Andere Verwendungszwecke (Geldwäsche, Schutzgeld usw.) sind auch möglich.

Artur E. Imhof

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ARTUR E. IMHOF hat an der FU Berlin schon mehrere multimediale Darstellungen zu kulturgeschichtlichen Themen vorgelegt. Auch von seinen StudentInnen verlangt er Arbeiten im HTML-Format. Ich hatte im Bonustipp 1999 seine Marienbildersammlung vorgestellt und möchte heute auf die Ausführungen zu JOOS DE MOMPERs vier Jahreszeiten-Bilder verweisen, die im Herzog Anton-Ulrich Museum in Braunschweig gezeigt werden.


http://userpage.fu-berlin.de/
~history1/bs/fruhling.jpg

http://userpage.fu-berlin.de/
~history1/bs/sommer.jpg

http://userpage.fu-berlin.de/
~history1/bs/herbst.jpg

http://userpage.fu-berlin.de/
~history1/bs/winter.jpg

Zum Frühlingsbild gibt es Erläuterungen über Gärten und über die Göttin Flora als Personifikation des Frühlings und Abbildungen von Gartenblumen (Ysop, Maiglöckchen, gefiederter Hahnenkamm, Gartenhyazinthe, Straussnarzisse, Kranz-Windröschen) und Beeten, die "Parterres".

Außerdem verdanke ich IMHOF den Hinweis auf Mary's Gardens.

Abgesehen von den Verkündungszielen der Organisation, die ich natürlich nicht teile, bietet ihre Homepage auch viele Informationen.

Maria Sybilla Merian

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MARIA SIBYLLA MERIAN lebte von 1647 bis 1717 und war Malerin, Kupferstecherin und Naturforscherin. Die Alleinerziehende war aber auch Unternehmerin: Sie handelte mit Farben und Präparaten und unterrichtete Frauen im Zeichnen.

Die Abbildung habe ich beim Hessischen Rundfunk gefunden, der am 11.1.1999 über sie berichtete. (Die Falterfrau - Portrait MARIA SIBYLLA MERIAN)

Als Referendar habe ich 1988/89 am Maria-Sybilla-Merian-Gymnasium in Krefeld gelernt und gelehrt. Die haben inzwischen gleich zwei Webauftritte und zeigen


http://www.hr-online.de/fs/bilderbogen/img/merian.jpg

MARIA SIBYLLA MERIAN. Leben und Werk
Eine Ausstellung des M-S-M Gymnasiums zur 350-Jahr-Feier unserer Namenspatronin, zusammengestellt von Frau URSULA JANSEN

Darin gibt es zahlreiche Abbildungen, allerdings für meinen Geschmack zu sehr komprimiert. Schade für die schönen Bilder. Immerhin verdanke ich den SchülerInnen und LehrerInnen dieser Schule die meisten Links.

Die Forscherin, die mit dem 500-DM-Schein geehrt wird, zeigt hinter ihrem Porträt Gebäude des historischen Nürnberg und auf der Rückseite einen Löwenzahn, auf dem Raupe und Falter des „Grauen Streckfußes" sitzen.

Hübsch zu lesen ist auch eine anonyme Biografie. Übereinstimmend meinen die Biografien, daß MSM zwar nicht die einzige Forscherin war, die dies oder jenes machte, in der Kombination von Sammeln und Forschen, Zeichnen und Beschreiben aber einmalig war. In einem Katalog, aus dem die MSM-Schule zitiert, heißt es:

Weitere Links:

Peter Joseph Lenné

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In den achtziger Jahren habe ich mal eine Führung zu von PETER JOSEPH LENNÉ gestalteten Parks in Berlin (und Potsdam, aber da durfte ich als Bundesbürger nicht hin), mitgemacht. Leider finde ich aber jetzt im WWW nicht so sonderlich viel über diesen Gartenarchitekten. Eine Sonderausstellung über ihn gibt es wohl auch nicht, also fasse ich mich kurz und nenne ein paar URLs.


http://www.luise-berlin.de/bms/BMSBIL99/9lenne.JPG

Hermann Pückler-Muskau

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http://www.gutenberg.aol.de/autoren/bilder/pueckler.jpg


http://cottbus.lausitz.de/museen/img/900_854.jpg

HERMANN (LUDWIG HEINRICH) Fürst von PÜCKLER-MUSKAU (auch: Der Verstorbene; Semilasso)
Geb. 30.10.1785 Schloß Muskau/Oberlausitz; gest. 4.2.1871 Schloß Branitz bei Cottbus

    PÜCKLER entstammte altem schlesischem Adel. Infolge der unglücklichen Ehe seiner Eltern kam er bereits mit sieben Jahren in das Internat der Herrnhuter Brüdergemeinde in Uhyst bei Bautzen, 1797 auf das Pädagogium in Halle. Wegen hoher Schulden mußte er das 1801 begonnene Jura-Studium in Leipzig schon nach einem Jahr abbrechen; er trat als Leutnant in die sächsische Garde du Corps in Dresden ein, wo er sich durch zahlreiche Eskapaden den Ruf des »tollen PÜCKLER« erwarb. 1804 nahm er seinen Abschied und bereiste in den folgenden Jahren die Schweiz, Frankreich und Italien. Auf der Heimreise nach Muskau besuchte er 1810 GOETHE in Weimar.

    Durch den Tod des Vaters wurde er 1811 zum Standesherrn des riesigen Muskauer Besitzes... Seine Leidenschaft für die Parkgestaltung und sein exzentrischer Lebensstil verschlangen Unsummen, so daß er mit seiner Frau 1826 eine Pro-Forma-Scheidung beschloß, damit er in England reich heiraten und Muskau sanieren könne. Die Englandreise von 1826 bis 1829 brachte allerdings nicht den erhofften Erfolg; die von VARNHAGEN redigierten Reisebriefe an seine geschiedene Frau (Briefe eines Verstorbenen) wurden aber zu einem der größten Bucherfolge des 19. Jahrhunderts. 1835 reiste er nach Algerien, Tunis und Griechenland; 1837 besuchte er Ägypten, 1838 den Vorderen Orient und Kleinasien. 1845 mußte er Muskau verkaufen und siedelte mit seiner geschiedenen Frau nach Schloß Branitz über, wo er den Rest seines Lebens verbrachte.


http://213.198.23.5/stadtverwaltung/bilder/schlossbild.jpg
Im Muskauer Park war ich am 12.10.1997. Das Schloß wurde

    "1520 bis1530 unter Leitung eines italienischen Architekten erbaut, mehrfach zerstört, letztlich im Zweiten Weltkrieg geplündert und ausgebrannt. 1991 Beginn von Sicherungsmaßnahmen an der Ruine. 1995 Beschluß des Stiftungsrates Fürst-Pückler-Park Bad Muskau zur Rekonstruktion (zunächst Dach, Zwischendecken und Fassade), voraussichtlicher Abschluß im Jahr 2000. Am 30. Oktober 1785 erblickte LUDWIG HEINRICH HERMANN Fürst von PÜCKLER-MUSKAU im Neuen Schloss das Licht der Welt." (schrieb die Stadtverwaltung aber der Link funktioniert schon nicht mehr.)

Im Stadt- und Parkmuseum Bad Muskau mußte ich zu meinem Entsetzen feststellen, daß man in der Gegend auch Karneval feiert!

Weitere Links:

Ludwig von Sckell

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Das Münchener Stadtmuseum hatte kürzlich eine Ausstellung über LUDWIG VON SCKELL, den Architekten des Englischen Gartens, findet es aber nicht nötig, darüber in seinem Archiv noch zu berichten (Das "Münchner Kindl" ist wichtiger). Aber es gibt noch andere Informationen im WWW.

Odenwald

Englischer Garten Eulbach

Schwetzingen

Unter der Regie von Kurfürst CARL THEODOR (1724-1799) entstand in Schwetzingen nach dem Vorbild von Versailles eine Gartenanlage, die in Europa ihresgleichen sucht...

Der kunstfreudige und sinnenfrohe CARL THEODOR verwirklichte mit seinen Baumeistern und Gartenarchitekten NICOLAS DE PIGAGE und FRIEDRICH LUDWIG VON SCKELL eine Gartenanlage, die Geistesgeschichte und Moden vom Barock über die Aufklärung bis hin zur Romantik zeigt:

München - Englischer Garten

Englischer Garten

Weitere Links:


http://www.gartenkunst-museum.de/images/nymphenburg.gif

Am 27. Juli 2000 wurde das Gartenkunst - Museum im Schloß Fantaisie eröffnet.

Gartenkunst-Museum Schloss Fantaisie
Bamberger Straße 3, 95488 Eckersdorf-Donndorf
Öffnungszeiten: 01. April bis 30. September (Di - So) 09.00 bis 18.00 Uhr - Mo geschlossen - Oktober bis März geschlossen
Der Park ist ganzjährig geöffnet (Eintritt frei)
Sonderführungen nach Vereinbarungen (Tel. 0921-731400-11, Fax: 0921 - 731400-15)
Eintritt 5 DM

STEFAN HÖHN beschreibt das Museum so:

Das Museum selbst behauptet über sich "Es ist das derzeit einzige Museum für Gartengeschichte in Deutschland." Und was ist mit Erfurt? Einen so großen Park gibt es dort vielleicht nicht.

Maximilian Friedrich Weyhe

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Düsseldorf, das bald ein Gartenmuseum einrichten will, war Wirkungsstätte MAXIMILIAN FRIEDRICH WEYHEs. Er hat z.B. die Umgestaltung des Schloßparks Benrath 1841 geplant. Den Hofgarten gestaltete er im englischen Stil. Im Lantz'sche Park am Rande des Stadtteiles Lohausen gestaltete er nur den vorderen Teil.

Aus Koblenz erfahre ich:

Weitere Links

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von Shiseido Co., Ltd. fand ich:

Das Deutsche Gartenbaumuseum Erfurt ist voriges Jahr eröffnet worden.

Visit the British Lawnmower Museum


http://ds.dial.pipex.com/town/square/gf86/images/allen_scythe_1932_serial_no_78.jpg
Allen Scythe 1930

Museum Profile The Museum workshops, not only restores machines for our collection, but also vintage garden machinery for closet lawnmower enthusiasts from all over the country. Since opening, the World Famous Museum has drawn widespread interest and has captured the imagination of enthusiasts from as far a field as Australia, U.S.A. Europe and the far East. It boasts a unique collection of restored garden machinery and memorabilia, dating back to the invention of the lawnmower in the 1830's, including the largest Toy lawnmower collection in the world.

The History of Tulips über das Tulpenfieber

Forschung Gartendenkmalspflege

Gartennetz Europa (mit einer Rubrik Geschichte). Hier wird z.B. über Klostermedizin berichtet:

    "Selbst als eingeweihter Forscher ist man immer wieder erstaunt, wie wenig von den alten Erkenntnissen bisher wissenschaftlich ausgearbeitet worden ist", sagt der Koordinator der Arbeitsgruppe, JOHANNES MAYER. Der promovierte Philologe und Medizinhistoriker ist vor allem für das Entziffern der lateinischen und griechischen Handschriften zuständig. "Einen Katalog, in dem alle alten Texte zur Pflanzenheilkunde systematisch gesammelt sind, gibt es noch nicht."

    So begannen Forscher am Würzburger Institut für Geschichte der Medizin bereits 1995 damit, sämtliche in alten Schriften beschriebenen Heilpflanzen zu erfassen. "Mittlerweile sind wir bei 450 angelangt", sagt MAYER. Aber helfen die gegen allerlei Wehwehchen empfohlenen Pflanzenextrakte auch wirklich? Darüber gebe es nur wenig gesicherte Erkenntnisse: "Bisher ist eine Wirksamkeit nur bei etwa 120 Pflanzen wissenschaftlich nachgewiesen worden."


http://www.gardenweb-europe.com/img2/HeilkundeHolzschnitt-380.jpg

Kleine Geschichte der deutschen Gartenkunst

Das Historische Museum Bielefeld zeigte vom 13. August 2000 bis 14. Januar 2001 Querbeet. Historische Gärten in Ostwestfalen-Lippe

Naturalism and Nationalism in German Landscape Design
4000 word essay submitted for the Graduate Diploma in Architecture, De Montfort University, 1997 (ohne Illustrationen und Fußnoten)

Der Autor beschreibt seine Arbeit so:

International Architectural Database. building type: park


Exkurse bzw. Exkursionen

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Farao's van de zon

Am 6.1. habe ich in Leiden im

Rijksmuseum van Oudheden
Rapenburg 28
Postbus 11114
2301 EC Leiden
noch bis 18.2.2000 geöffnet, Eintritt 19:50 hfl

die Ausstellung "Farao's van de zon" angesehen (rechts die Eintrittskarte). Die kommt vom Museum of Fine Arts Boston. und wird in Europa nur in Leiden gezeigt. Der Andrang ist gewaltig. Ich mußte 2 Stunden bis zum eigentlichen Einlaß warten. Nach eine Stunde war ich an der Kasse, und von dort bis zum Eingang konnte ich mir die Zeit mit betrachten eines einführenden Videos vertreiben. Außerdem führte ein Mitarbeiter des Museums Instrumente nach antikem Vorbild vor.

Es geht in der Ausstellung um den ersten Versuch einer monotheistischen Religion durch ACHNATON (AMENHOTEP IV), NEFERTITI und TOETANCHAMON. Auch der Kunststil änderte sich. Die Hauptstadt wurde damals nach Amarna verlegt. Die Bevölkerung hing wohl mehr an einem Götterkollektiv und spätere Pharaonen kehrten zum alten Glauben zurück.

Die in Surftipp 50/1999 erwähnte Ausstellung über "Keizers aan de Nijl" wird noch bis zum 11.3.2001 im

Allard Pierson Museum
Archeologisch Museum van de Universiteit van Amsterdam
Oude Turfmarkt 127
1012 CG Amsterdam

gezeigt.

Wiedertäufer in Münster

Im Stadtmuseum in Münster wird vom 17. September 2000 bis 4. März 2001 an

Das Königreich der Täufer erinnert. Mir gefällt bei Ausstellungen in Münster gut, daß die Rezeption der eigentlichen Ereignisse in späteren Jahrhunderten breiten Raum einnimmt. Außerdem ist der Eintritt frei.

    Das Stadtmuseum Münster präsentiert die Geschichte der Täufer in Münster in ihrem Zusammenhang mit Reformation und Reichspolitik. Den Kern der Ausstellung bilden die wenigen echten Zeugnisse der münsterischen Täufer aus den Jahren 1534 und 1535, darunter verschollen geglaubte Dokumente. Aus London kommt die berühmte Zeichnung des HEINRICH ALDEGREVER, der JAN VAN LEIDEN (schon wieder dieser Ort) kurz vor dessen Hinrichtung im Kerker porträtierte.
    Die Ausstellung räumt mit zahlreichen Mythen auf, rückt das Bild der Vorgänge in der Stadt Münster in ein historisch neutrales Licht und zeigt erstmals in diesem Umfang das europaweite Nachwirken der Täuferherrschaft bis heute. Hierzu zählen historische wie zeitgenössische künstlerische Arbeiten, u.a. von ALFRED HRDLICKA, ebenso wie Romane oder Requisiten zu Opernaufführungen, die das Thema "Wiedertäufer" aufgriffen.
    Über 400 Ausstellungsstücke aus Museen, Archiven und Privatsammlungen aus dem In- und Ausland wurden zusammengetragen. Inszenierungen unterstützen die Aussagekraft der Objekte und machen die Ausstellung zu einem Erlebnis. Die Präsentation wird von einem zweibändigen Katalog und einem umfangreichen Veranstaltungsprogramm begleitet.
    Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten JOHANNES RAU.


http://www.muenster.de/stadt/museum/pics/taeufer_jvl1.jpg
JAN VAN LEIDEN
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