Alice Schwarzer und die Gangbang-Party

Alice Schwarzer
Claudia Roth
Sonstige

Alice Schwarzer

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Nach den beispiellosen Angriffen auf Frauen in der Silvesternacht 2015 war auch ALICE SCHWARZER gefragt, sich dazu zu äußern. Das tat sie natürlich auf ihrer eigenen Homepage, aber auch in der WELT vom 7.1.2016. Dort wollte ich am 10.1. die Diskussion mit einem Kommentar eröffnen. Bei diesem sensiblen Thema, das woanders hunderte Kommentare veranlasst, war ich schon sehr überrascht, dass ich der erste sein sollte. Einen Tag später war mein Kommentar nicht freigegeben. Ich hatte ihn mir aber gespeichert und kopierte ihn nochmal ins Kommentarfeld. Diesmal ließ ich aber die beiden Links weg, weil es vielleicht die Ursache der Nichtveröffentlichung gewesen war. Auch dieser Kommentar wurde nicht freigeschaltet.

Dafür mag es gute Gründe geben, z.B., dass der Gastkommentar nur auf aliceschwarzer.de kommentiert werden dürfe. Da geschah das schon ausführlich, ich müßte mich aber anmelden, google+ reicht nicht. Aber warum schreibt man das nicht, man gibt doch auch an, dass ein Kommentarbereich geschlossen wurde.

Da ich aber auf Formulierungen hinweisen möchte, die mich noch mehr ärgern als die Nicht-Freischaltung, veröffentliche ich ihn nun auf meiner Homepage.

Claudia Roth

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Ein Kellner, der auch schon auf dem Oktoberfest gearbeitet hat, rettete kürzlich eine Frau vor einem aufdringlichen Betrunkenen. Die Süddeutsche berichtete:
André Mrakic ist kein Muskelprotz, kein Bodybuilder-Typ, eher ein drahtiger Mann, der in einem Traditionswirtshaus in der Innenstadt als Kellner arbeitet und auch schon auf der Wiesn bedient hat. "Dass man auf dem Oktoberfest mal einschreiten muss, das ist aber ganz selten", versichert er.

2013 bin ich CLAUDIA ROTH im Eine-Welt-Haus Aachen begegnet:

Fahrschule Claudia Roth
Diese Fahrschule entdeckte ich 2011. Sie richtet hoffentlich weniger Schaden an als die Politikerin.
Wahlkampfbus
Und du? Ich stehe neben ihrem Wahlkampftransporter.
Begegnung in Aachen
Ich hatte das Foto der Fahrschule auf eine Tasse drucken lassen und der Politikerin geschenkt, sie signierte mir Bücher.
von ihr signiert
Das Buch über "die Asyl-Lüge" hat sie mitverfasst.

Sonstige

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Zum Thema Silvesternacht und Sexphantasien haben sich im Tagesspiegel zwei Frauen mit deutsch wirkenden Namen - Nach den Übergriffen in Köln. Warum habt ihr keinen Respekt? Von DAGMAR DEHMER und ANDREA DERNBACH - geäußert, also nicht KÜBRA GÜMÜSAY oder KHOLA MARYAM HÜBSCH - und unterstellen:

Dass sie die Urangst des älteren weißen Mannes – die nehmen uns unsere Frauen weg – auf der Domplatte in der Silvesternacht ausagiert haben, war die größtmögliche Provokation einer Gesellschaft, die sie nicht aufnehmen will. Ob sie mehr geplant hatten als einen Raubzug nach Taschen, Mobiltelefonen und Geldbörsen, wissen nur sie selbst. Aber der Verlauf der Nacht hat genau die Urängste vor potenten, jungen, fremden, „wilden“ Männern geweckt, die nun im Mittelpunkt der Diskussion stehen. Gleich war von „muslimischer Machokultur“ und wie bei Jäger von „wehrlosen Frauen“ die Rede. Die Frauen waren und sind für beide Männergruppen nur Mittel zum Zweck.

Sie unterstellen sogar noch:

Womöglich sind aber auch Frauen dabei, die gar nicht Opfer geworden sind, sondern aus politischer Überzeugung der Meinung waren, dass die Täter mit Migrationshintergrund oder die Flüchtlinge, die das Chaos auf der Domplatte für sexuelle Übergriffe ausgenutzt haben, abgeschoben gehören. Das hoffen sie womöglich mit einer Anzeige zu beschleunigen.

Dafür sollen also viele Frauen drei Stunden lang an der nächsten Polizeiwache gewartet haben, bis ihre Anzeigen endlich aufgenommen wurden.

Die Kommentare zu diesem Quatsch sind derart vernichtend, dass ich mich kurz fassen kann. Wenn die Übergriffe in Köln und anderswo(!) etwas bewirken, dann, dass der ältere weiße Mann beruhigt sein kann. Auf diese Typen dürfte kaum ein Weibchen Lust haben. Wie man in Köln sagt, hier auf hochdeutsch: Wer poppen will, muss freundlich sein. Diese Vorfälle verbinden doch eher. Außerdem dürfte die Emanzipation der Frau, die sich durchaus auch mal im Sextourismus und im Genuss eines exotischen Mannes zeigen kann, inzwischen zu einer realistischen Einschätzung geführt haben. Es gibt das nämlich, aber es sind keine Phänomene, die das Verhältnis zwischen „weißen“ Frauen und Männern grundsätzlich ändern können.

 

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